Unsere Kirchengemeinde stellt sich vor

Auingen

Pankratiuskirche

Die Evangelische Kirchengemeinde Auingen zählt rund 1.170 Gemeindeglieder (Stand 11/2016). Auingen ist ein Teilort der Stadt Münsingen, die auf der Schwäbischen Alb zwischen Reutlingen und Ulm liegt. Unser Ort liegt mitten im „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“, am früheren Truppenübungsplatz Münsingen. Die Auinger Kirche ist Pankratius geweiht, dem Schutzheiligen der Kinder und zugleich Patron der Ritter und Adligen. Es wird vermutet, dass an der Stelle unserer heutigen Kirche schon im Mittelalter des 12./ 13. Jahrhunderts eine Kapelle auf dem Hügel über einer Quelle in der Dorfmitte stand. Die Pankratiuskirche in ihrer heutigen Form wurde am 21. Juli 1957 eingeweiht.

Pankratiuskirche innen

Unser Glaube

Für unsere Kirchengemeinde haben wir ein Leitbild erarbeitet, das der Kirchengemeinderat im Juni 2009 beschlossen hat. Ein Leitsatz fasst zusammen, was uns als Kirchengemeinde besonders wichtig ist:

Als Gemeinde wollen wir,

dass Jesus Christus unser Herr ist

und wir mit ihm und untereinander verbunden

unseren Glauben im Gottesdienst und im Alltag leben,

unsere Mitmenschen zum Glauben einladen

und für sie da sein.

Unser Logo

 

 

Seit Sommer 2010 hat unsere Kirchengemeinde ein eigenes Logo. Der Entwurf stammt von zwei – inzwischen ehemaligen – Schülerinnen der Kerschensteiner Schule in Reutlingen (Berufsfachschule, Abt. Druck und Medien), Dhana Konzelmann und Jessica Rombach. Sie haben den Logo-Wettbewerb gewonnen, den unsere Kirchengemeinde Ende 2009 ausgeschrieben hatte.

Gedanken zum Logo

Für mich signalisiert diese „Wort-Bild-Marke“ Lebendigkeit; nicht Beliebigkeit, aber doch Beweglichkeit und Offenheit und gleichzeitig auch Halt. Genau so, wie ich Gemeinde vom Neuen Testament her verstehe:

Bestimmend (im Logo schon durch die Größe deutlich) ist das Kreuz, das Zeichen für Jesus Christus. Er ist der Herr der Gemeinde, der sich aus Liebe zu uns kreuzigen ließ. Er ist unser Erlöser. Um ihn sammeln wir uns als Gemeinde. Er ist auch der Maßstab für alles, was in der Gemeinde geschieht.

Das Kreuz drückt für mich zweierlei aus: Zum einen ist es ein „lebendiges“ Kreuz. Es ist nicht starr und langweilig, sondern geschwungen. Es drückt Lebendigkeit aus, neues Leben, das Jesus Christus, der auferstandene Herr, schenkt. Ich wünsche mir, dass diese „Lebendigkeit vom Kreuz her“ in unserer Auinger Gemeinde immer mehr Menschen erfasst und so auch für viele andere spürbar wird.

Zum andern drückt dieses Kreuz unsere Verbundenheit mit unserer Evangelischen Landeskirche in Württemberg aus. Es ist in der Farbe der Landeskirche (violett) gehalten und erinnert an das Winkelkreuz des Logos unserer Landes­kirche. 

Der Kirchturm unserer Pankratiuskirche, der von vielen Stellen unseres Dorfes aus zu sehen ist, hat auch im Logo einen zentralen Platz. Das Auinger Wahrzeichen ist mit wenigen Strichen dargestellt. Es drückt für mich aus: Gemeinde Jesu Christi lebt vor Ort: Da, wo die Glocken zum Gebet rufen, sich Menschen zum Gottesdienst versammeln und miteinander auf Gottes Wort hören und Taufe und Abendmahl feiern, da ist er selbst gegenwärtig – auch in Auingen, auch in der Pankratiuskirche.

Der Schriftzug in der Kirchenfarbe violett macht es dann vollends klar, um welche konkrete Gemeinde „unter dem Kreuz“ es hier geht.

Der Kreisbogen wird für mich zu einem schönen Bild für unsere Gemeinde. Zu unterschiedlich sind die vielen Menschen, die dazugehören, um sie einzeln im Logo darzustellen. Doch in diesem geschwungenen Bogen können wir genau diese Gemeinschaft entdecken: Da sind Menschen, die trotz vieler Unterschiede eines gemeinsam haben: sie versammeln sich „um das Kreuz“, in Gruppen und „Kreisen“, bei Veranstaltungen und im Gottesdienst (meistens) in der Kirche. Dabei ist der Kreis im Logo offen: Alle sind eingeladen, niemand ist ausgeschlossen. Gemeinde Jesu Christi ist nicht Selbstzweck, sondern sie hat den Auftrag, Menschen in ihre Mitte, zu ihrem Herrn Jesus Christus, einzuladen.

Ich wünsche mir, dass das nicht nur unser Logo signalisiert, sondern dass wir das als Evangelische Kirchengemeinde Auingen auch leben: eine große Offenheit für die Menschen in unserem Ort und darüber hinaus und gleichzeitig eine „feste Verankerung“ im Glauben an Jesus Christus.

Treffend hat das Manfred Siebald in Worte eines Liedes gefasst: 

„Gut, dass wir einander haben, gut, dass wir einander sehn,

Sorgen, Freuden, Kräfte teilen / und auf einem Wege gehn.

Gut, dass wir nicht uns nur haben, dass der Kreis sich niemals schließt

und dass Gott, von dem wir reden, hier in unsrer Mitte ist.“ 

So möchte ich Sie ermutigen: Lassen Sie sich immer wieder „in diesen offenen Kreis“ unserer Kirchengemeinde „unter das Kreuz“ (z.B. in den Gottesdienst) einladen und nehmen Sie den immer wieder neu in den Blick, der „hier in unserer Mitte“ ist, Gott selbst.

Pfr. Hartmut Bosch (aus dem Gemeindebrief „Auinger Turmhahn“ 3/2010)